Visual Kei nowdays..
Ich dachte mir angesichts der Tatsache,dass ich plane zu Deathgaze zu gehen, dass ich einen kurzen Blogeintrag mit meiner Meinung über die Szene verfasse. Einige die mich neu kennengelernt haben können sich dies vielleicht nicht mehr oder kaum vorstellen,dass ich auch ein richtig massiver visual kei fan war bevor ich mich anders orentiert habe. Als ich c.a ende 2006 in die Szene kam hatte diese meiner Meinung nach einen bestimmten 'Zauber' von Individualität und etwas besonderem. Ich glaube den Knick bekam die Szene als fast alle Bands in Deutschland und Europa bekannt wurden,sodass immer mehr Japanische Bands auch nach Übersee kamen. Fast jeden Monat konnte man eine andere Band sehen und angesichts der Tatsache das viele über Visual Kei als Subkultur eigentlich nichts wissen hierzulande, machte die Situation auch zu etwas besonderem, trotz allem bekamen die meisten Bands ihre Halle voll. In letzter Zeit bin ich aber nicht mehr so angetan von all dem und wie die Fans sich heutzutage aufführen. Nicht nur das ihre Szene letztendlich elitär geworden ist, und man andersdenkende genauso abwertet wie man selbst nicht behandelt werden möchte, weil man anders ist, sondern auch diese Profilierungssucht machte mir zu schaffen.
-Du bist nicht so und so und hast das und das nicht und du kannst nicht nach Japan- , dann hast du praktisch nichts mehr verloren in der Szene, laut dem Verhalten von manchen Leuten. Was ich auch besonders schade finde das manche nur noch die 'Japaner' und 'Asiaten' sehen wenn sie herkommen und deshalb zu jeder Band gehen die herkommt, egal ob diese vielleicht etwas talentfreier sind als andere, hauptsache man kann sich profilieren Band XY auch noch gesehen zu haben und bei unbekannten, das man an sie herangekommen ist, was ohne VIP Ticket fast gar nicht mehr möglich ist bei den Bands. Die Zeit der offenen Autogrammstunden für alle, oder für alle die das Konzert besuchen ist längst vorbei, Fotos gibt es auch nur noch unter VIP Tickets [wenn man Glück hat]. Ich finde meiner Meinung nach hat die Arroganz vieler Fans die Szene kaputt gemacht, und die Sache mit den VIP Tickets den Zusammenhalt der einst so groß geschrieben wurde.
Fans werden klassifiziert von den Lables die hinter den Bands stehen. Kurz gesagt: Mit Geld erreichst du alles, auch das deine Lieblinge dich warnehmen. Hast du das nötige Geld nicht bist du einfach nur ein kleiner Fan der nie ein Stück von dem Kuchen bekommt. Kein Wunder das sich die Fans selbst in Eliten einordnen und glauben sie sein was besseres weil sie sich den Luxus leisten können ihrer Band nahe zu sein. Ich frage mich ehrlich gesagt was dies überhaupt soll, Bands haben eine Verpflichtung sich mit Fans abzugeben, meiner Meinung nach auch ohne Lohn, einfach um einige bei sich zu halten, denn das Zwischenmenschliche zwischen Fan und Band kann man nicht mit Geld kaufen oder bessern.
Heißt für mich im Klartext diese Bands müssen damit rechen / leben das Fans Fotos und Autogramme wollen aber man spricht dann lieber ein komplettes Fotoverbot aus damit Ruhe ist. In der Vergangenheit wurde viel über die sogenannten Richtlinien zwischen Japan und Deutschland diskutiert, und das mehr als einmal. So wie die Fans sich anpassen müssen sollten dies auch die Bands aber meist will das Lable diese Gleichstellung von japanischen und deutschen fans nicht, weshalb man dort keine Chance hat wenn es NEIN heißt.
Allen vorran sind viele japanische Fans auch nicht die besseren wie manche es so schön sagen a la: In Japan ist alles besser. Viele Fans haben etwas gegen Ausländer die sich mit in die Szene drängen, denn Visual kei sollte NUR in Japan sein, und von Japanern geliebt. Natürlich sind nicht alle so, aber die kann man auch suchen. Wenn wir schon bei Arroganz und Egoismus der einzelnen sind kann man gleich noch auf die Beschaffenheit der neuen Fans eingehen. Mir ist aufgefallen das die meisten neueren Fans massive Depressionen haben und kein soziales Leben außerhalb von Tumblr, Facebook, und Twitter, viele sind geplagt von Miserfolgen und negativen Erlebnissen und versuchen dann noch in einem so negativ gewordenen Fandom Anschluss zu finden.
Ich denke nicht das dies das richtige ist für solche Leute, meiner Meinung nach ist nicht jede VK Band ein gutes Vorbild für die neue Generation an VK Fans. Ich habe noch nie soviel Sexismus erlebt wie in letzter Zeit, viele Bands können meist nicht mehr viel als sich auszuziehen, ihre Band ins sexistische ziehen oder sich möchtegern schwul benehmen. Die Musik wird jedes Jahr oberflächiger und darum geht es auch meist gar nicht mehr, konstruktive Kritik und Weltanschauung verfällt, Diskussionen überflüssig - man bekommt nie sein Recht wenn man etwas Kritik übt. Kleinste Meinungsverschiedenheiten führen zu Stress, Zickereien oder Mobbing innerhalb der eigenen Reihen, fehltritte werden genaustens beobachtet und via Internet ausgeschlachtet. Bands werden auch zu gestalkten in Sozialen Netzwerken weil jeder Fan sich DIE Aufmerksamkeit wünscht, die er sonst nicht mehr bekommen kann.
Ich für meinen Teil kann mit diesem Negativismus nichts mehr anfangen, und ich kann behaupten das mich das Klima der Szene auch herunter gezogen hat, nicht nur zuletzt weil viele sehr gute Bands sich unter all dem Druck und der Richtlinien getrennt haben, auch viele meiner Lieblingsbands gibt es nicht mehr weshalb die Szene für mich auseinander gebrochen ist. Viele Fragen sich warscheinlich wieso ich bei all diesem neagtivismus überhaupt noch zu Deathgaze gehen möchte, der Grund ist einfach, ich gebe ihnen kaum noch eine Zukunft mit ihrer unbestimmten Pause und wieso soll ich sie dann nicht vielleicht noch ein letztes mal sehen? auch wenn ich mir eigentlich geschworen hatte keine VK Konzerte mehr zu besuchen. Ich komme sowieso nicht nach Japan um mir die anzuschauen die es nicht mehr herschaffen, also wieso sollte ich noch hoffen?
Kurz gesagt es wurde mir einfach gemacht das Fandom fast komplett hinter mir zu lassen, und mich trotz allem für Japanische Bands zu interessieren die nichts mit VK zutun haben, sondern ihre Rock/metalcore/rap/trance/Metal Musik machen. Einige haben zwar ihre Freunde im Vk aber Freundschaft hat ja sowieso keine Grenzen, egal ob normal oder VK. Die Szenen unterscheiden sich komplett voneinander. Die Japanische underground szene ist immernoch auf dem Stand auf dem einst Visual kei war, mit dem Unterschied das kein Wert auf äußeres gelegt wird. Die Bands sind freier und werden nicht dafür gehasst wenn sie Bärte haben und einfach normal aussehen ohne 3 tonnen make up.
Dieser Beitrag ist ein einziger Negativismus. Gesundheit.
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